Weichteilsarkom

Weichteilsarkome sind eine große Ansammlung unterschiedlicher bösartiger Neubildungen. Sie können von Muskeln, Sehnen, Fettgewebe, Bindegewebe, Knorpelgewebe, Gefäßmuskulatur und Nerven ausgehen.

Zur Zeit werden mehr als zwanzig verschiedener Gruppen des Weichteilsarkoms gezählt. Unter anderem gibt es:

das Rhabdomyosarkom: es besteht aus unreifen Mesenchymzellen. Unter dem Mikroskop findet man häufig Zellen der quergestreiften Muskulatur. Häufig findet man diese Tumorerkrankung am Hals oder am Kopf, aber auch die Organe des Genitaltraktes sind eher betroffen. Je nach Größe des Tumors und seiner Ausdehnung sowie nach Vorhanden sein von Metastasen, teilt man das Rhabdomyosarkom in verschiedene Stadien ein.

das Leiomyosarkom: Schaut man unter das Mikroskop findet man hier Zellen der glatten Muskulatur. Meist findet sich diese Krebserkrankung an der Gebärmutter.

das Liposarkom: dies ist ein Tumor der im Fettgewebe entsteht. Unter dem Mikroskop kann man erkennen, dass es fünf unterschiedliche Zellen sind, die diese Erkrankung auslösen können.

In mehr als der Hälfte der Fälle entsteht ein Weichteilsarkom in den Extremitäten, also den Armen oder Beinen. Am ehesten macht sich ein Weichteilsarkom durch eine schmerzlose Schwellung bemerkbar. Durch das Wachstum kann es zu Verdrängungen von Muskeln oder Nerven kommen, die weitere Symptome auslösen. So kann es zu Taubheitsgefühlen kommen oder auch zu Bewegungseinschränkungen.

Kleinere Absiedlungen der Krebserkrankung, die man auch Metastasen nennt, findet man häufig in der Lunge. Selten findet man sie auch in den Lymphknoten.

Hat ein Arzt den Verdacht auf ein Weichteilsarkom gestellt, braucht er, um die Diagnose zu sichern, einige Untersuchungsergebnisse. Es ist daher wichtig, dass Röntgenbilder, MRT-Aufnahmen oder CT-Aufnahmen und auch eine Szintigraphie gemacht werden. Nur mit Hilfe dieser Untersuchungen kann man das komplette Ausmaß des Tumors und mögliche Metastasen entdecken. Nach diesem Ergebnis wird dann auch die Therapie, die am besten geeignet ist, festgelegt.

Man hat bei einem Weichteilsarkom die Möglichkeit zu operieren, aber auch die Strahlentherapie und die Chemotherapie werden bei einigen Patienten eingesetzt.

Warum ein Weichteilsarkom entsteht, weiß man trotz jahrelanger Forschung noch nicht. Häufiger findet man diese Art von Krebs aber in der Nähe von Operations- und Verbrennungsnarben. Auch im Bestrahlungsfeld ist die Gefahr eines Weichteilsarkoms etwas höher als auf nicht bestrahlter Haut.