Neuroblastom

Das Neuroblastom ist der zweithäufigste Tumor im Kindesalter. Zellen des autonomen Nervengewebes werden nicht mehr normal ausgereift, sondern verbleiben in einem nicht oder nur kaum entwickeltem Stadium. Diese Zellen heißen dann Neuroblasten.

Vor allem befällt diese Tumorart die Nebennieren, die Nerven entlang der Wirbelsäule, aber auch Bauch- oder Brustbereich können betroffen sein. Am Hals oder im Becken sind diese Tumoren allerdings selten.

Viele Kinder und Jugendliche haben zum Zeitpunkt der Diagnosestellung schon kleine Absiedlungen des Tumors in ihrem Körper. Diese Metastasen findet man vor allem in Lymphknoten, im Knochenmark, im Knochen. Aber auch Leber, Haut und das zentrale Nervensystem können betroffen sein.

Die Symptome eines Neuroblastoms hängen ganz stark von dem Ort ab, an dem der Tumor wächst. Manche Betroffenen haben nur ein allgemeines Krankheitsgefühl mit Fieber, Blässe, Müdigkeit und Appetitlosigkeit. Andere Kinder und Jugendliche haben Schmerzen in den Knochen und den Gelenken und wiederum andere bemerken Luftnot und Kopfschmerzen.

Hat ein Arzt den Verdacht auf ein Neuroblastom werden viele Untersuchungen gemacht. Einmal um den Verdacht zu bestätigen, zum anderen um das genaue Ausmaß der Erkrankung feststellen zu können. Zu diesen Untersuchen zählen mindestens der Ultraschall, Röntgen, MRT und Szintigraphie. Auch eine Knochenmarkpunktion wird gemacht, um einen möglichen Tumorbefall festzustellen.

Die Therapie eines Neuroblastoms ist sehr stark von der Tumorausdehnung und dem möglichen Befall an anderen Stellen abhängig. Je nach Ausmaß der Erkrankung werden Operation, Chemotherapie und Strahlenbehandlung miteinander kombiniert. Auch eine Stammzelltransplantation kann eine Therapiemöglichkeit sein.