Blutentnahme

Blut abnehmen ist nicht angenehm, aber oftmals notwendig. Blut ist unter dem Mikroskop viel mehr, als nur eine rote Flüssigkeit. Blut setzt sich größtenteils aus folgenden Bestandteilen zusammen:

- Rote Blutkörperchen (Erythrozyten)

- Weiße Blutkörperchen (Leukozyten) und

- Blutplättchen (Thrombozyten)

Jeder dieser Bestandteile hat seine eigene wichtige Aufgabe im menschlichen Körper.

Normales Blutbild

Rote Blutkörperchen transportieren Sauerstoff und Kohlendioxid durch die Blutbahnen. Die Leukozyten bilden die sogenannte Immunabwehr. Dies ist ein Schutz gegen Viren, Bakterien und andere Krankheitserreger. Thrombozyten verschließen Wunden, indem sie miteinander verkleben und so einen Pfropf bilden, der eine Blutung stoppt.

Blutentnahme in der Ellenbeuge

Benötigte Materialien

Manchmal ist es notwendig, eine größere Menge Blut zu untersuchen. Deshalb sucht sich der Arzt eine größere Vene. Häufig findet man Venen in der richtigen Größe in der Ellenbeuge. Auf folgenden Photos kannst Du sehen, was während der Blutentnahme geschieht:

Die Haut wird desinfiziert. Das ist sehr wichtig, damit sich die Einstichstelle nicht durch Bakterien entzündet. Der Stauschlauch wird fest um den Arm gespannt. So kann das Blut nicht wieder aus dem Arm herausfließen. Die Vene schwillt an und der Arzt kann sie leichter finden. Der Moment des Stechens.

Die Nadel, hier eine sogenannte "Butterfly", wird in die Vene geschoben. Nun können beliebig viele Röhrchen Blut abgenommen werden. Nur noch ein Pflaster drauf und fertig.

Viggo legen (Braunüle oder auch Venenverweilkanüle)

Falls man keinen Port implantiert bekommen hat, ist es manchmal nötig, eine Viggo gelegt zu bekommen. Den Ablauf kannst Du auf folgenden Photos beobachten:

Zu allererst wird die Haut desinfiziert, um Entzündungen zu vermeiden. Der Stauschlauch wird festgezurrt, damit die Vene anschwillt.

In die Vene wird nun eine Nadel hineingeschoben. Um zu überprüfen, ob die Vene getroffen wurde, wird die Nadel ein wenig zurückgezogen. Nur ein Plastikschlauch verweilt jetzt in der Vene.

Das Ganze wird nun mit Hilfe eines speziellen "Viggo-Pflasters" fixiert. Zum Schluß wird die Nadel durch einen flexiblen Plastikschlauch (Mandrin) ersetzt. An seiner Stelle kann dann z.B. eine Infusion angeschlossen werden.